Blaue Briefe – JU befürwortet neues Schulgesetz
Die Junge Union Kamen hat das neue Schulgesetz befürwortet und somit der Chancengleichheit und innerschulischen Demokratie den Laufpass gegeben.
Nach bis jetzt bereits mehreren hunderten unterschriebenen Blauen Briefen, die als Kritik an dem neuen Schulgesetz an die Schulministerin Barbara Sommer geschickt werden sollen, sind die Jusos Kamen überrascht über das Verhalten der Jungen Union. Die Jungsozialisten begrüßen, dass die Blauen Briefen die JU zum eigenständigen Überdenken der Schulpolitik ihrer Mutterpartei aufgerufen haben. „Leider werden sie feststellen müssen, dass sie sich gegen die Schülerschaft stellen“, erläuterte Jusos Stadtverbandssprecher Henning Tillmann. „Die Schülerinnen und Schüler kennen die Eckpunkte des neuen Schulgesetzes sehr genau und sind bestürzt über den Wegfall von Chancengleichheit und Demokratie“. Besorgt zeigen sich die Jusos darüber, dass die JU einen Abbau der Demokratie an Schulen gutheißt und das Mitspracherecht der Schüler kappen will. Dass das Schulrecht vor Elternrecht stehen soll kritisieren nicht nur die Kamener Jusos, „auch wissenschaftliche Untersuchungen der Uni Essen (siehe unten) bestätigen, dass Lehrer viele Schüler auf die falsche weiterführende Schule schicken und die Möglichkeiten der Kinder bei weitem nicht so gut einschätzen können wie die Eltern“, argumentierte der Juso-Sprecher.
„Schulrecht vor Elternrecht?“, Dr. Rainer Block, Uni Essen (PDF-Download)









Donnerstag, 23.Februar 2006 von Henning
Kamen, Presse