Die Drittelparität erhalten! – Wir wollen Demokratie!
Die Schwerter Jusos haben ein Anschreiben mit der Bitte die Abschaffung der Drittelparität in der Schulkonferenz zu überdenken für die weiterführenden Schwerter Schulen vorbereitet. In einem sachlichen und gut recherchierten Stil richtet sich der jeweilige Absender direkt an die Schulministerin Sommer. Vorgesehen war eine Unterzeichnung seitens der Schülersprecherinnen oder -sprecher und den Direktorinnen oder Direktoren.
Mit den meisten SchülerInnen-Vertretungen nahmen die Jusos Kontakt auf, um sich dann mit ihnen an die jeweiligen Führungspersonen der Schule zu wenden. Waren die SVen schnell von der Idee zu überzeugen, so gelang dies im Weiteren nicht so leicht. Die Jusos waren hier von mehr Solidarität seitens der Schulleitungen gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern ausgegangen.
Auch wenn das von den Jusos vorgefertigte Schriftstück weder in der Erscheinungsform, noch bezüglich der Inhalte klar parteipolitisch eingefärbt war haderten nahezu alle. Ihr Interesse am Erhalt eines ausgeprägten Mitspracherechts der Schülerinnen und Schüler in dieser Form auszudrücken behag ihnen nicht. Die leitenden Lehrkräfte folgten zwar interessiert den Ausführungen der Jusos und auch der Schülersprecherinnen und -sprecher.
Die meisten beriefen sich jedoch auf ihre Loyalitätspflicht gegenüber der Bildungsministerin. Auch gab es hinter vorgehaltener Hand Äußerungen, die Lehrerinnen und Lehrer seien in der letzten Zeit von Düsseldorf aus so gegängelt worden, dass es jetzt ein schönes Symbol sei, der Lehrerschaft in der Schulkonferenz wieder einen größeren Stimmanteil einzuräumen. Gewissermaßen Balsam für die Seele. Für diese Symbolik darf die Jugend herhalten! Herzlichen Dank!
Allein der Leiter der Schwerter Gesamtschule Herr Kruzinski-Irle war couragiert genug sich deutlich gegen das von purem Aktionismus geprägte neue Schulgesetz zu stellen und das gegen die Wiederabschaffung der Drittelparität gerichtete Schreiben zu unterzeichnen.
Ungeahnte Unterstützung erfuhr der Juso-Vorsitzende David Malcharczyk noch an einem der Gymnasien. Dort sprach sich ein Dortmunder CDU-Ratsherr, welcher von den Bemühungen Malcharczyks die Direktorin umzustimmen mitbekommen hatte, klar für ein ausgeprägtes Mitspracherecht der Schülerinnen und Schüler aus. Sie seien schließlich tagtäglich in dem schulischen Geschehen embolviert. Eben in dem Maße wie die Lehrer. Die Drittelparität wollte er dennoch nicht haben: Für Eltern gelte zuvor Genanntes schließlich nicht.
Das thematisierte Schreiben findet ihr hier.









Dienstag, 28.Februar 2006 von David
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