Das Frauenministerium verdient seinen Namen nicht!
Schwerter Jusos bedauern bevorstehendes Ende des ZeFF
Das Frauenministerium verdient seinen Namen nicht!
Die politische Interessenvertretung des weiblichen Geschlechts in NRW kommt ihren Aufgaben nicht nach. Das Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration scheint bei der langen Ressortauflistung zu meinen, einen Punkt unter den Teppich kehren zu können. Doch die Jusos dulden die Neudeutung der Ministeriumschwerpunkte nicht.
Minister Laschet hatte im Landtag angekündigt, die Zahl der Regionalstellen „Frau und Beruf“ reduzieren zu wollen. Schon das ein Schritt in die falsche Richtung. Nun aber streicht er sämtliche Mittel. Dies Instrumentarium sei überholt, da inzwischen ein jedes Kabinettsmitglied die Erwerbsbeteiligung von Frauen intensiv unterstütze und sich der Geschlechtergerechtigkeit verpflichtet fühle. Diesbezüglich können die Schwerter Jusos dem Minister nur Unverständnis entgegenbringen.
Die sogenannte „Modernisierung“ und Umgestaltung der Gleichstellungspolitik soll nach Ansicht der Jusos auch vertuschen, dass konkrete Frauenpolitik seitens der Koalitionäre verpönt ist. „Dahinter steckt Konzept. Wir dürfen gespannt sein, wann das Programm „Frau und Beruf“ durch die Aktion „Heim und Herd“ ersetzt wird.“, äußert sich Schwertes Vorsitzender Malcharczyk zu den Vorgängen. „Innovativ“, wie Laschet es nannte, sei dies nicht. „Ein Impuls vielleicht, ein falscher“.
Das Ministerium für Frauenpolitik ist für die Aufhebung der bestehenden Benachteiligungen von Frauen durch gezielte Fördermaßnahmen zuständig. Die Regionalstellen sind solche Maßnahmen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit des Zentrums zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit mit weiteren Kommunal- und Regionalstellen und diversen Trägern sorge für positive Synergieeffekte und stehe Laschets Bedenken der uneffizienten Gestaltung der Regionalstellenarbeit gegenüber.
Die Schwerter Jusos sind den Umschichtungsvorhaben genauer nachgegangen. Dem Ministerium zufolge wird es zwar weiterhin frauenfördernde Projekte geben, diese werden jedoch kaum auf die Jugend im Land ausgerichtet sein. So sollen beispielsweise Naturwissenschaftlerinnen in ihrer Arbeit bestärkt werden, Assoziationen zum Werdegang der Kanzlerin werden geweckt. Lobenswert ist Angebote für junge Zugewanderte in Ausbildung schaffen zu wollen, doch dafür müssen diese erstmal in Ausbildung kommen. Von Projekten im Bereich Berufsorientierung ist nicht die Rede.
Das ZeFF leiste bemerkenswerte Arbeit und biete auch jungen Frauen einiges, resümieren die Jusos. Angefangen mit dem „Girls Day“ über die persönliche Beratung und Bewerbungstrainings für Jugendliche, Seminare zur Berufsorientierung und Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zum Mädchenkalender für Berufseinsteiger. Auch zu Workshops im Rahmen der Schwerter Ausbildungsbörse und Begleitungen bei Praktika ist es gekommen.
Es ist der vorrausahnenden Neuorganisation der letzten Jahre seitens des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs (KuWeBe) zu verdanken, wenn Teile der Programmpalette weiterhin aufrecht erhalten werden können. Viel haben Mädchen nicht mehr zu erwarten. „Wertvolle Angebote vor Ort werden verloren gehen“, bedauern die Jusos.









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