Heimische Jusos erfolgreich bei der Landeskonferenz in Oberhausen
Auf ihrer 6. ordentlichen Landeskonferenz haben die NRW Jusos in Oberhausen einen neuen Vorsitzenden gewählt. Christoph Dolle aus Warburg wird den Verband in Zukunft leiten. Der 30-jährige folgt Alexander Bercht, der aus beruflichen Gründen sein Amt abgegeben hatte. Christoph Dolle wurde von 80 % der 154 anwesenden Delegierten gewählt.
Thematisch stand vor allem die Bildungspolitik im Fokus der Landeskonferenz. Christoph Dolle fasste in seiner Rede vor den Delegierten die gegenwärtige Misere des nordrhein-westfälischen Bildungssystems zusammen: ” Sechs ist ungenügend! Wir fordern, längeres gemeinsames Lernen in einer ‘Schule für alle’!” Eine entschlossene Reform der Schulstruktur soll dafür sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zum ersten Abschluss in einer Schule gemeinsam lernen und nicht nach vier, bzw. sechs Jahren, so wie es die NRW SPD vorschlägt, getrennt werden. Mit diesem Konzept der “Schule für alle” setzen die NRW Jusos auf ein Schulmodell, das Chancengleichheit, Kostenfreiheit und Integration garantiert. Die Dreigliederung des Schulsystems soll zugunsten einer zukunftsfähigen, integrativen Schule beendet werden.
Zur zukünftigen Ausrichtung des Juso-Landesverbandes NRW setzte Christoph Dolle als neuer Landesvorsitzender einige Impulse, die das Arbeitsprogramm der NRW Jusos aus dem Jahr 2006 erweitern: Der Bereich der Umwelt-, Klima- und Energiepolitik soll zukünftig verstärkte Aufmerksamkeit finden. Darüber hinaus wollen die Jusos in der kommunalen Wirtschafts- und Sozialpolitik eine überzeugende Alternative zur Politik der schwarz-gelben Landesregierung bieten. Gegen rechtsextreme Tendenzen und Gewalt in NRW wird der Landesverband eine umfassende Kampagne entwickeln um der Belebung der rechten Szene entgegenzutreten.
Auch aus heimischer Sicht verlief die Landeskonferenz erfolgreich: Die Jusos aus dem Unterbezirk Unna beantragten einen Ausstieg aus dem Kohleausstieg. Dieser Antrag wurde mit breiter Mehrheit des Juso-Landesverbandes getragen. Die Jusos NRW sprechen sich somit für einen Sockelbergbau nach 2018 aus und wollen somit Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze sichern. Auch aus ökonomischer Sicht halten die Jusos einen Sockelbergbau für unverzichtbar: „In der Kraftwerks- und Bergbautechnologie nimmt die deutsche Wirtschaft die weltweite Spitzenstellung ein und setzt Milliarden um“, beschreibt der Vorsitzende der Jusos aus dem Kreis Unna, Alexander Rehmeier, die wirtschaftliche Situation.
Auch in den anderen heimischen Anträgen zum Thema Wirtschaftspolitik, Steuerpolitik und Bildungspolitik konnten sich die Jusos aus dem Kreis Unna erfolgreich durchsetzen.
Einen weiteren Erfolg verbuchten die heimischen Jusos bei der Wahl der Delegierten für den anstehenden Bundeskongress. Vier Jungsozialistinnen und Jungsozialisten aus dem UB Unna wählten die Konferenzteilnehmer. Zum Bundeskongress im November reisen Anke Limbacher, Kerstin Limbacher (Unna), Katie Baldschun (Schwerte) und Alexander Rehmeier (Fröndenberg). Zudem wird Thilo Scholle (Lünen), als Mitglied des Landesvorstandes, den Bundeskongress begleiten.









Dienstag, 15.Mai 2007 von Alexander Rehmeier
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