Erfolgreiches Rhetorikseminar für Frauen
Von Samstag auf Sonntag haben die Jusos im Kreis Unna ein Rhetorikseminar speziell für Frauen veranstaltet. Im Dortmunder Kolpinghaus kamen Jungsozialistinnen aus ganz NRW zusammen, um freies Reden zu trainieren.Am Anfang wurden zunächst die theoretischen Grundlagen der Rhetorik vermittelt. Dabei standen verschiedene Fragen im Mittelpunkt. Was macht eine gute Rede aus? Wie setze ich gezielt Mimik und Gestik sowie Sprache ein? Im Verlauf des Seminars wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt. So wurde mit einem Korken im Mund „Stille Post“ gespielt um die eigene Artikulation zu verbessern. Hinzu kam, dass jede Teilnehmerin eine Rede zu unterschiedlichen Themen wie das neue Kinderbildungsgesetz oder Gentechnik hielt. Diese wurden von der professionellen Seminarleiterin Katja Pohl aufgezeichnet und anschließend individuell analysiert. „Durch die Videoaufzeichnung wurde mir einmal deutlich, dass man sich immer für schlechter hält als man tatsächlich auftritt“, so Lena Oerder aus Köln.
In einem zweiten Teil des Seminars stand Moderationstraining auf dem Programm. Auch hier wurden die Teilnehmerinnen erst theoretisch und dann praktisch an die Thematik herangeführt. „Besonders die Metaplan-Technik ist hilfreich um viele unterschiedliche Gedanken einer Gruppe zu ordnen und zu strukturieren“, stellte Anke Limbacher, stellvertretende Unterbezirksvorsitzende der Jusos im Kreis Unna, fest. Im praktischen Teil wurde die Organisation für eine Klausurtagung des Frauen-Netzwerkes NRW geplant. Die Jungsozialistinnen waren sich einig, dass sie in die Thematik versunken waren und am liebsten die Veranstaltung direkt umgesetzt hätten.
Das Rhetorikseminar wurde im Rahmen eines Projektes des Juso-Unterbezirkes Unna veranstaltet. Seit längerem beschäftigen sich die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten mit dem Thema Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Wir müssen immer wieder feststellen, dass Frauen nicht denselben Lohn für dieselbe Arbeit ihrer männlichen Kollegen erhalten. Dies sind Ungerechtigkeiten die sich eine demokratische Gesellschaft des 21. Jahrhunderts sich nicht länger leisten darf“ konstatierte Anke Limbacher.
Mit dem Projekt Frauenförderung setzen sich die Jusos im Kreis Unna gegen diese Ungerechtigkeiten ein. Dabei verfolgen sie vor allem zwei verschiedene Wege. Zum einem werden Foren zu verschiedenen Themen veranstaltet. Die Auftaktveranstaltung bildete ein Forum zu der Frage „Bis hierhin und nicht weiter – Frauen machen Karriere???”. Mit diesen Diskussionsveranstaltungen möchten die Jusos auf die Problematik aufmerksam machen. Zum anderen werden Methodenseminare speziell für Frauen angeboten. Das erste Seminar in dieser Reihe war das Rhetorikseminar, das großen Anklang gefunden hat. In Zukunft werden weitere Workshops angeboten, die besondere die Jungsozialistinnen weiter qualifizieren sollen.









Dienstag, 12.Juni 2007 von Anke
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