ver.di-Tagung 06.09.07: Prekäre Beschäftigung – Herausforderung für Gewerkschaften und Politik

29. August 2007 um 16:51 | In Termine, Bundespolitik | von Sebastian Laaser | Keine Kommentare

Von der Arbeit kann man nicht leben, die Arbeit ist immer wieder befristet, Praktikanten sind billige Arbeitskräfte, es gibt keine festen Arbeitszeiten, als Leiharbeiter wird man von einem Betrieb zum nächsten geschickt, Selbstständige erzielen kein ausreichendes Einkommen – diese Arbeitsformen kann man zusammenfassend prekäre Arbeit nennen.

Veranstaltungsort:

Kalkscheune, 10117 Berlin (Nähe Bahnhof Friedrichstraße, hinter dem Friedrichstadt-Palast)

Beginn: 9.30 Uhr Ende: 16.00 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenlos. Reisekosten können nicht übernommen werden.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 01.09.2007 per EMail an daniel.bleidorn@dgb.de oder per Telefon an Simone Zurek, DGB, 030-24 06 07 29

Mehr Infos hier

Herbsttagung spw am 8. September: Der Staat als Pionier

29. August 2007 um 11:04 | In Landespolitik, Bundespolitik | von Sebastian Laaser | Keine Kommentare

Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zur Diskussion mit Experten aus Gewerkschaft, Partei und Wirtschaft.

Als Referenten konnten u.a. Guntram Schneider, Vorsitzender DGB NRW und Björn Böhning, Juso-Bundesvorsitzender, gewonnen werden.

Weitere Informationen zu Referenten und Programm findet ihr hier.

Beginn der Veranstaltung ist um 10.00 Uhr in den Räumen der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund (Steinstraße 48, HBF-Nordausgang).

Anmeldung bitte an: verein@spw.de

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro, Mitglieder ohne Einkommen zahlen die Hälfte.

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Die CDU hat Angst vor JungwählerInnen

27. August 2007 um 10:20 | In Unterbezirk | von Anke | Keine Kommentare

Zur aktuellen Diskussion um die Senkung des Wahlalters bei Landtagswahlen in NRW auf 16 Jahre erklärt der Juso-Landesvorsitzende Christoph Dolle:

„Die NRW Jusos setzen sich für eine Herabsetzung des Wahlalters bei Landtagswahlen auf 16 Jahre ein und begrüßen den entsprechenden Gesetzesentwurf der NRW SPD. Nachdem sich selbst der Innovationsminister in NRW, Andreas Pinkwart, für das Wahlalter 16 bei Landtagswahlen in NRW ausgesprochen hat, ist die Ablehnung bei seinem Koalitionspartner umso unverständlicher. Die CDU NRW meint, die Absenkung des Wahlalters bei Landtagswahlen sei nicht dazu geeignet, das demokratisches Engagement und politische Interesse junger Menschen zu steigern. Dabei haben wir in NRW bei zwei Kommunalwahlen sehr gute Erfahrungen mit 16-jährige Wählerinnen und Wählern gemacht: Sie haben von ihrem Wahlrecht regen Gebrauch gemacht und der Politik wichtige Denkanstöße geliefert.

Die CDU drückt sich davor, Jugendlichen diese wichtige Gestaltungsmöglichkeit einzuräumen und ihre politischen Vorstellungen ernst zu nehmen. Doch gerade auf Landesebene ist etwa die Bildungspolitik für Jugendliche ein außerordentlich bedeutendes Thema, bei dem sie ein Mitspracherecht brauchen.

Wir Jusos sind der Meinung, dass die Auffrischung der politischen Landschaft durch 16 und 17-jährige überfällig ist. Bereits in den 90er Jahren haben wir für die Herabsetzung des Wahlalters gekämpft. Für uns reicht es nicht aus, über Kinder und Jugendliche zu reden: als ExpertInnen in eigener Sache müssen sie die Möglichkeit haben, ihre politischen Interessen direkt bei Landtagswahlen zu artikulieren.“

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Verharmlosung ist der erste Schritt zur Akzeptanz!

22. August 2007 um 15:39 | In Bundespolitik | von Sebastian Laaser | Keine Kommentare

Zur Diskussion um die Reaktion auf die „Hetzjagd“ gegen Inder in der Gemeinde Mügeln erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning:

Wie eh und je wird nach offensichtlich fremdenfeindlichen Anschlägen die Verharmlosungsmaschinerie angeworfen, um sich dem Rechtsextremismus in Ost und West nicht nachhaltig stellen zu müssen. Dabei ist Verharmlosung der erste Schritt zur Akzeptanz brauner Gedanken und Taten. Es ist an der Zeit, dass Rechtsextremen endlich nachhaltig Einhalt geboten wird. Dies gelingt nur, wenn die Verharmloser sich den wahren Realitäten stellen.

Die Äußerungen des Bürgermeisters von Mügeln, Gotthard Deuse, zeigen, wie wichtig eine ernsthafte Debatte über Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland ist. Wer einen rechtsextremen Hintergrund ausschließt, weil nur ausländerfeindliche Parolen skandiert wurden, zeigt wie Ernst das Prob-lem ist. Rassismus ist kein Randproblem, sondern ist bis in die Mitte der Gesellschaft hinein verankert. Zu diesem Ergebnis kam zum wiederholten Male im November 2006 die Studie der Friedrich Ebert Stiftung „Vom Rand zur Mitte“. Dort stimmten 40% der Befragten der Aussage „Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet“ zu.

Aus Sicht der Jusos ist auch nicht die Sorge vor der Standortschwäche Deutschlands die richtige Reaktion auf rechtsextreme Taten. Rassismus in Deutschland ist ein ernstzunehmendes Problem und nicht ein schwarzer Fleck auf dem Image Deutschlands. Unsere Hauptsorge gilt den Opfern rechtsextremer Gewalttaten. Was wir jetzt brauchen, ist nicht die Sorge um den Standort Deutschland, sondern den Willen, den Rassismus in Deutschland aktiv zu bekämpfen.

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