Jusos Unna sorgen sich um den Kinder und Jugendrat
Am Donnerstag diskutierten die Jusos Unna zusammen mit Hartmut Grimm, Jugendpfleger der Stadt Unna, über die augenblickliche Situation des Kinder- und Jugendrates (KiJuRa). Leider musste festgestellt werden, dass die Aktivität der Mitglieder im letzten Jahr stark abgenommen hat. „Es ist schwierig geworden eine beschlussfähige Sitzung durchzuführen“, so Hartmut Grimm. Bedauernswert ist vor allem, dass die Jugendorganisationen der CDU, GAL und FDP keine Vertreter/in in den KiJuRa entsenden, obwohl sie auch die Gründung eines solchen Rates initiiert haben.
„Für uns ist der Kinder und Jugendrat eine sehr gute Möglichkeit die Interessen und Wünsche von Kinder und Jugendlichen zu formulieren, sie einen politischen Entscheidungsprozess zu bringen und umzusetzen“, formuliert die Juso-Vorsitzende Anke Limbacher. Mit einem Jahresetat von 7.000,- € besitzt der Kinder und Jugendrat auch finanzielle Mittel, um eigene Projekte voranzutreiben.
Um die Teilnahme und Aktivität am KiJuRa wieder zu erhöhen, muss nun die Arbeit vor allem des letzten Jahres kritisch reflektiert werden und Gründe für ein schwindendes Engagement gesucht werden. Aber eine solche Reflexion reicht nicht aus. Deshalb werden die Jusos Unna mit anderen Mitgliedern in einen Dialog über den KiJuRa eintreten. „Es geht uns klar um das Bekenntnis zum Kinder- und Jugendrat. Wir müssen dennoch schauen, wie die Strukturen an die veränderten Gegebenheiten angepasst werden müssen“, so Anke Limbacher. Eine Maßnahme zur Anpassung könnte sein, den Beginn von Sitzungen auf 12 Uhr Mittags vorzuverlegen. Hierbei wird besonders die Unterstützung der Schulen, die die SchülerInnen für die Zeit beurlauben, gefordert sein.
Trotz des Bekenntnisses der politischen Parteien zum KiJuRa sind die Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungen noch zu gering. Zurzeit steht ihm erst ein Sitz im Jugendhilfeausschuss zu, damit verbunden ist jedoch weder ein Antrags- noch ein Rederecht. Deshalb wird es in Zukunft Aufgabe der Jusos in Unna sein für den Sitz im Jugendhilfeausschuss ein Antrags und Rederecht einzufordern. Ebenso muss dem KiJuRa ein Sitz mit Rede und Antragsrecht im Schulausschuss eingeräumt werden. Dies ist besonders wichtig, da in diesen beiden Gremien über die Interessen und Belange von Kindern und Jugendlichen in Unna entschieden wird.









Donnerstag, 29.November 2007 von Anke
Unterbezirk