Das Nokia-Werk in Bochum muss erhalten bleiben!
Zu der angekündigten Werks-Auflösung in Bochum erklärt der Landesvorsitzende der Jusos in NRW, Christoph Dolle: „Der Landesverband der Jusos in NRW ist bestürzt über die Entscheidung des finnischen Handyherstellers Nokia, das Werk in Bochum aufzugeben. Wir solidarisieren uns mit den vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die jahrelang hart gearbeitet haben und nun eiskalt vom Konzern in die Arbeitslosigkeit geschickt werden sollen.”
“Wir finden es empörend, dass hier ein gesundes Werk, das schwarze Zahlen schreibt und selbst nach Aussage der Konzernleitung „zufrieden stellende Ergebnisse“ eingefahren hat, nun von heute auf morgen aufgelöst werden soll”, so Christoph Dolle.
„Der Konzern hat über Jahre hinweg Fördermittel abgeschöpft und Vergünstigungen erhalten, nicht zuletzt 60 Millionen Euro von der Stadt Bochum und dem Land NRW. Die Mitarbeiter haben in den letzten Jahren auf Lohnerhöhungen verzichtet, der 7-Tage-Woche zugestimmt und Überstunden gefahren. Dass hier der Weltmarktführer, der im vergangenen Jahr fast 13 Milliarden Euro Umsatz erzielte, aus Gründen der reinen Gewinnmaximierung 2300 Mitarbeiter und mehr als 2000 Leiharbeiter und Zulieferer mit ihren Familien in die Arbeitslosigkeit schickt, ist ein Akt der Unmenschlichkeit und marktwirtschaftlicher Arroganz! Wir finden es beschämend, wie ein erfolgreiches Unternehmen auf dem Rücken der Mitarbeiter groß wird und diese dann einfach ihrem Schicksal überlässt. Diese Problematik trifft nicht nur die Stadt Bochum, sondern fordert die Solidarität und das Engagement in ganz NRW!“
„Wir wollen eine Politik, die nicht nur dem Bürger Zugeständnisse und Einsicht abverlangt. Auch die Wirtschaft muss ihrer Verantwortung innerhalb einer Gesellschaft gerecht werden! Ein reines Profitstreben eines Konzerns, der seine eigenen Angestellten so unverantwortlich undankbar behandelt, darf nicht toleriert werden!“
„Wir fordern die Konzernleitung auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen! Wir fordern die Landesregierung auf, alles zu tun, um die betroffenen Mitarbeiter und ihre Familien in ihrem Arbeitskampf zu unterstützen und ihnen in dieser schwierigen Situation zu helfen!“
„Wir Jusos werden mit einer breit angelegten Postkarten- und Internet-Aktion Herrn Olli-Pekka Kallasvuo, den Präsidenten des Nokia-Konzerns, an seine Verantwortung erinnern und ihn auffordern, einzulenken! Es muss unser Ziel bleiben, den Standort Bochum mit seinen Arbeitsplätzen zu erhalten! Wir Jusos in Nordrhein-Westfalen stehen solidarisch an der Seite der Mitarbeiter.“









Samstag, 19.Januar 2008 von Alexander Rehmeier
Landespolitik