„Beste Bildung für alle“ vorgestellt
17. April 2008 um 13:19 | In Selm | von titzy | Keine KommentareErst am letzten Donnerstag stand es in der Zeitung: Im deutschen Bildungssystem gibt es „viel zu wenig Bildungschancen für Schüler aus armen Familien.“ Und weiter: „Auch sollte Deutschland davon Abstand nehmen, Kinder schon im Alter von zehn Jahren auf verschiedene Schulformen aufzuteilen.“ Internationale Wirtschaftsexperten hatten Deutschland zum wiederholten male ermahnt das Bildungssystem noch viel mehr Reformen zu unterziehen.
Die Selmer Jusos griffen dieses Thema beim Tulpenfest auf. An ihrem Stand konnte gewinnen, wer drei Fragen richtig beantwortete. „Welches Schulsystem hat Pisa-Sieger Finnland?“, war eine der Fragen. Die Richtige Antwort „die Gemeinschaftsschule“ wussten 118 Leute. Als Preise verlosten die Jusos passend zum Thema Schultüten. „Wir wollten mit der Aktion auf die Probleme im deutschen Bildungssystem aufmerksam machen“, erklärt der Jusovorsitzende Jan Siebert.
„Gleichzeitig war unser Ziel den Menschen das Konzept „Beste Bildung für alle“ der NRW SPD vorzustellen.“ Dieses Konzept sieht unter anderem die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen in Nordrhein-Westfalen vor. Mindestens bis zur sechsten Klasse sollen alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Danach solle der Unterricht entweder gemeinsam fortgesetzt werden, oder in Haupt-, Real, – oder Gymnasialklasssen aufgeteilt werden. Dabei sollen Haupt,- und Real-Schulen und Gymnasien aber nicht abgeschafft werden. Nur die Verwaltungen und Lehrerschaften würden zusammen gelegt, heißt es in dem Papier. „Das Vorhaben „Beste Bildung für alle“ hat das Potenzial die Probleme im deutschen Bildungswesen endlich zu beseitigen. Die jetzige Landesregierung hat überhaupt keine Vorstellungen wie ein modernes Bildungssystem aussehen sollte. Statt zu Reformieren, wird in ein marodes System investiert. Dazu gräbt die Kultusministerin Frau Sommer antiquierte Methoden, wie die Kopfnoten aus der Mottenkiste aus“, kritisiert Siebert die schwarz-gelbe Landesregierung. „Es wird Zeit für eine moderne und gerechte Bildungspolitik“, fordert der Jungsozialist.
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Bahnprivatisierung stoppen!
7. April 2008 um 12:52 | In Kamen, Presse | von Henning | Keine KommentareAuf dem ordentlichen Landesparteitag der nordrhein-westfälischen SPD in Düsseldorf wurde
nicht nur Hannelore Kraft mit einem Spitzenergebnis von 96,6% zur Vorsitzenden
wiedergewählt, auch Oliver Kaczmarek, Vorsitzender des SPD Unterbezirks Unna und
ehemaliger Geschäftsführer der Jusos NRW, wurde in den Landesvorstand gewählt.
Inhaltlich beschäftigte sich der Landesparteitag hauptsächlich mit den neuen
kommunalpolitischen Leitlinien, aber auch ein Antrag der Jusos NRW wurde ohne
Gegenstimme angenommen.
Dieser Antrag kritisiert die Bahnprivatisierung und fordert die NRWSPD auf, sich klar gegen
eine Bahnprivatisierung zu positionieren. Das kürzlich diskutierte Holding-Modell stellt kein
geeignetes Lösungsmodell der Privatisierungsfrage dar. „Die geplante Holding-Struktur ist
eine Vorstufe der Trennung von Netz und Betrieb“, erläutert Juso-Stadtverbandsvorsitzender
Henning Tillmann, „dies widerspricht klar dem Beschluss des Bundesparteitags vom Oktober
2007 in Hamburg“. Eine solche Privatisierung lehnen die Kamener Jusos ab, da durch das
Holding-Modell private Investoren direkten Einfluss auf die Unternehmenspolitik der
Deutschen Bahn AG gewinnen können. „Konkret bedeutet dies“, so Tillmann, „dass
Gewinnmaximierung an erster Stelle stehen wird und eine öffentliche Daseinsfürsorge in
weite ferne rückt. Ob die Bahn dann beispielsweise kleine Städte in ihr Verkehrsangebot
weiterhin integrieren wird ist höchst unwahrscheinlich, da dieses Verkehrsangebot nicht
lukrativ ist.“. Die Delegierten des Landesparteitags teilten die Sicht der Jusos und stimmten
dem Antrag zu.
Neben Henning Tillmann als einer der 21 stimmberechtigten Delegierten des SPDUnterbezirks
Unna nahmen außerdem die Kamener Juso-Mitglieder Anne Kroes und Max
Engels, sowie die stellvertretenden Juso-Stadtverbandsvorsitzenden Lana Schnack und
Kathrin Henke als Gäste teil. Letztere wurde sogar von einem privaten Fernsehsender über
ihre Meinung zum Landesparteitag interviewt.
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