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Spannender als erwartet: Juso-Vollversammlung

Dienstag, 26.August 2008 von

Unterbezirk

Die Vollversammlung des Juso-Unterbezirks Unna am Wochenende in Lünen wurde spannender als erwartet. Der bisherige Vorstand hatte geplant die Satzung zu ändern und zwei Sprecher zu wählen anstatt wie bisher einen Vorsitzenden. Der Satzungsänderungsantrag verfehlte jedoch die nötige zwei-drittel-Mehrheit knapp. Kerstin Limbacher und Jan Siebert, die eigentlich damit rechneten zukünftig als Doppelspitze die Jusos zu führen, entschieden sich nach kurzer Beratung dazu, den Mitgliedern die Wahl zu lassen. Beide traten zur Wahl an. Mit nur drei Stimmen Vorsprung entschieden die versammelten Jungsozialisten für Siebert. Kerstin Limbacher wurde statt dessen zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Außer Kerstin Limbacher wählten die Mitglieder noch Sebastian Fechner (Holzwickede), Yannick Heineck (Kamen), Anke Limbacher (Unna), Laura Pougin (Selm) und Henning Tilmann (Kamen) als Stellvertreter in den Vorstand. Ebenso entscheidend für die kommenden zwei Jahre, wie die Wahlen, war die Verabschiedung eines Arbeitsprogramms. Schwerpunkt der Juso-Arbeit werden die Wahlkämpfe in den nächsten Jahren sein. So hatten die Jungsozialisten ihr Programm auch unter das Motto “Auf, auf zum Kampf!” gestellt. Weitere Schwerpunkte sind die Projekte “Gleichstellung”, “BSV” und “Gemeinsam gegen Rechts”. Aufgelockert wurde das Programm durch Grußworte und eine Podiumsdiskussion mit Michael Makiolla. Rainer Schmelzer kritisierte in seiner Rede Ministerpräsident, Jürgen Rüttgers. Dieser wolle durch seinen Forderungen an den Bund, den Eindruck erwecken soziale Politik zu machen. Im eigenen Land aber wo er die Verantwortung trägt, sorge er etwa durch Studiengebühren und das KiBiZ für eine Politik der sozialen Kälte.

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