In Köpfe statt in Kühe – EU Subventionen
Unter www.agrar-fischerei-zahlungen.de hat die Bundesregierung jetzt endlich veröffentlicht wohin Milliarden Agrarsubventionen gehen. Es ist offensichtlich kein Zufall, dass damit bis kurz nach der Europawahl gewartet wurde.
Über 1,5 Millionen Euro sind alleine an die Landwirte aus Selm gegangen. Das ist mehr als das Doppelte was die Stadt zum Beispiel im letzten Jahr für das Gymnasium ausgegeben hat. Dabei wären gerade Investitionen in die Bildung (Ganztagsausbau, U3-Betreuung etc…) bitter notwendig. Solche Investitionen würden sich auch langfristig auszahlen. Investiert werden sollte in die Köpfe und nicht in die Kühe!
Mehr als 12.000 Euro haben 120 Landwirte in Selm im Jahr 2008 im Durchschnitt bekommen. Viele Alleinerziehende und Geringverdiener müssen aufwendig Hilfsleisungen bei den Ämtern beantragen. Bei diesen Familien reicht das wenige Geld oft vorne und hinten nicht. Und während solche Menschen nicht selten schief angesehen werden, bekommt ein Sebastian von Kanitz über 130.000 Euro Steuergelder überwiesen.
Aber das ist nur die eine Seite der Subventionen. Wirklich verheerend wirken sie nämlich ganz woanders. Entwicklungsländern wird der Zugang zum europäischen Markt durch die Subventionspolitik unmöglich gemacht. Aber für andere Produkte sind diese Nationen meist nicht weit genug entwickelt. Doch nicht nur das. Europäische Agrarprodukte, werden mit Steuergeldern verbilligt und verdrängen die einheimische Landwirtschaft in den Entwicklungsländern. Extreme Armut und Hungersnöte mit viele Tausend Toten sind die Folge.
Doch die nächste Europawahl kommt bestimmt. Dann gibt es die Möglichkeit diese verheerende, konservative Subventionspolitik zu beenden.









Mittwoch, 17.Juni 2009 von titzy
Selm